Kryokonservierung

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Die Kryokonservierung ist eine Methode zum Einfrieren und Lagern im flüssigen Stickstoff von Geweben und Zellen für einen längeren Zeitraum bei Temperatur von -196°С.

Einfrieren von Spermien

Das Einfrieren von Spermien wird mittels der sog. „schnelle Methode“ durchgeführt. Die Spermien können mehrere Jahrzehnte eingefroren gelagert werden ohne Schäden. Wenn nötig werden sie auf einer bestimmten Weise aufgetaut, danach mit speziellen Lösungen aktiviert und sind bereit zu Gebrauch für die verschiedenen Methoden der künstlicher Befruchtung.

Einfrieren von Embryonen

Anders als bei den Spermien sind die Embryonen ziemlich sensibel bei Einfrieren und Auftauen – normalerweise überleben sie 10-20 % das Auftauen und Einfrieren danach. Deswegen werden nur Embryonen mit einer guten Qualität (Grad I und II) eingefroren und die Kryokonservierung wird gemacht nur wenn es eine ausreichende Zahl an Embryonen vorhanden ist.
Es gibt zwei Methoden zur Kryokonservierung von Embryonen – langsames Einfrieren und schnelles Einfrieren (Vitrifikation).
Die Kryokonservierung nach der sog. „langsamen Methode“ wird mithilfe eines Computer gesteuert und mit einer Geschwindigkeit von 1°С jede 2 Minuten gemacht. Spezielle Lösungen mit Kryoprotektoren, die die Flüssigkeit entnehmen und die Embryonen vor dem negativen Wirkungen der niedrigen Temperaturen schützen. Die letzten Jahre ist das schnelle Einfrieren in diesem Fachgebiet sehr populär. Die Vitrifikation ist eine Technologie für extrem schnelles Einfrieren, bei der die lebendigen Zellen in ein glasähnliches Zustand gebracht werden. So wird es verhindert, dass die Eiskristalle sich bei Einfrieren und Auftauen bilden. Die Hauptvorteile der Vitrifikation sind die Vermeidung der mechanischen Schäden, die sich innen- und außerhalb der Zellen bildenden Kristalle und Reduktion der Beschädigungen, die als Ergebnis der lange und langsame Belichtung an konstant sinkenden Temperaturen entstehen.
In der Spezialklinik für Gynäkologie und Reproduktionsmedizin „Sofia“ wird Vitrifikation an Embryonen in verschiedenen Entwicklungsstadien angewendet. 95 % von den nach dieser Technologie eingefroren Embryonen überleben das Auftauen. Daher ist die Erfolgsrate bei ihnen vergleichbar mit dieser der frischen Embryonen.

Vitrifikation der Eizellen

Das ist eine Methode zur Kryokonservierung der Eizellen. Es bietet eine Möglichkeit zur Erhaltung und Verlängerung der Fertilität an und wird aus verschiedenen Gründen benutzt. Die Eizellen enthalten eine große Menge Wasser. Bei den jetzigen (langsamen) Methoden besteht ein höheres Risiko von Bildung von Eiskristallen, die die Zelle zerstören können. Bei der Vitrifikation sinkt die Temperatur sehr schnell, mit ungefähr 23 000 Grad pro Minute. Das heisst, dass die Eizelle wird von einem flüssigen in einen glasähnlichen Zustand verwandelt. Die Wissenschaft meint, dass die Kryokonservierung durch Vitrifikation bessere Chancen bei der Eizellspende, sowie bei der Erhaltung der Fertilität hat.