ERA®

ERA тест ендометриална рецептивност

Endometrium und endometriale Rezeptivität

Eine der Hauptursachen der Unfruchtbarkeit bei Frauen sind Anomalien bezüglich des Endometriums (Gebärmutterschleimhaut) begründet. Die endometriale Rezeptivität (Bereitschaft der Gebärmutterschleimhaut zur Einnistung des Embryos) ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Implantation des Embryos. Das Endometrium ist "rezeptiv" wenn es bereit für die Implantation des Embryos ist – das ist am Tag 19-21 des menstruellen Zyklus (5-7 Tage nach dem Eisprung). Dieser Zeitraum wird Implantationsfenster genannt.

Was ist ERA® (Endometrial Receptivity Array)?

ERA ist eine neue diagnostische Methode, um das Implantationsfenster festzustellen – der Moment, in dem das Endometrium sozusagen „bereit ist“, den Embryo zu empfangen und sich einnisten zu lassen. Die Methode besteht in der Analyse und Auswertung der genetischen Disposition des endometrialen Gewebes zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Wie wird ERA® durchgeführt?

Es wird eine Biopsie der Gebärmutterschleinhaut zur Gewinnung einer Analyse-Probe vorgenommen. Der Eingriff ist schnell, unkompliziert und wird ambulant durchgeführt.

Die Probe wird einer software-gestützten genetischen Analyse unterzogen und dadurch ermittelt, ob das Endometrium rezeptiv oder nicht rezeptiv ist. Durch diese Analyse kann festgestellt werden, ob das erwartete Implantationsfenster mit dem tatsächlichen Implantationsfenster der Gebärmutter zusammen fällt.

Wenn sich das Endometrium im Ergebnis der Analyse im fraglichen Zeitraum als „nicht rezeptiv“ herausstellt, bedeutet dies, dass sich das Implantationsfenster verschoben hat. In diesem Fall wird auf der Basis der Analysergebnisse ein neuer Zeitraum für die optimlae Einnistung ermittelt und die Analyse wiederholt. Nach Abklärung der Verschiebung des Implantationsfensters kann ein erfolgreicher Embryotransfer im nächsten Zyklus durchgeführt werden.

Welche Vorteile bietet ERA®?

In klinischen Studien wurde ermittelt, dass sich bei 28,6 % der Frauen mit Reproduktionsproblemen das erwartete Implantationsfenster nicht mit dem reellen Implantationsfenster deckt, und bei 1 % der Fälle fehlt ein geeignetes Implantationsfenster komplett. Deswegen ist es vor einer künstlichen Befruchtung empfehlenswert, durch die ERA® Methode zu bestimmen, ob überhaupt ein geeignetes Implantationsfenster ermittelt werden kann und, wenn das der Fall ist, an welchen Tagen des menstruellen Zyklus.

Zwingende Voraussetzungen für die Durchführung von ERA®:

  • Frauen bis 37 Jahre mit mindestens drei erfolglosen Versuchen nach Transfer von Embryonen mit guter morphologischen Qualität;
  • Frauen über 37 Jahre mit mindestens zwei erfolglosen Versuchen nach Transfer von Embryonen mit guter morphologischen Qualität.

 

Weitere Voraussetzungen für die Durchführung von ERA®:

  • Geplanter Transfer von eingefrorenen Embryonen;
  • Vorliegen eines Hydrosalpinx (Sekretstau im Eileiter);
  • Diagnostizierung einer Endometriose als Ursache einer Unfruchtbarkeit;
  • Angeborene Fehlbildungen (z.Bsp. uterus didelphys);
  • Beginn einer Behandlung zur künstlichen Befruchtung.

 

Anwendung von ERA® in Bulgarien:

Zum ersten Mal in Bulgarien wurde die ERA®-Methode in der Spezialklinik für Gynäkologie und Reproduktionsmedizin „Sofia“ angewendet.