IVM

Инвитро матурация (IVM)

Es ist bekannt, dass die Erfolgsrate der IVF Behandlungen direkt von der Zahl der transferierten Embryonen mit guter Qualität abhängt. Bei der Anwendung der modernen IVF Protokolle werden hohe Dosen gonadotroper Hormone verwendet, die die Eierstöcke stimulieren und sich daher viele Follikel bilden, respektiv viele Eizellen und Embryonen. Man sollte aber nicht vergessen, dass die Patientinnen einen sehr hohen Preis dafür bezahlen - in direktem und übertragenem Sinne.

Einige Frauen reagieren hypersensibel auf eine Stimulation mit exogenen Gonadotropinen und es besteht bei ihnen ein erhöhtes Risiko für ein ovarielles Hyperstimulationssyndrom (OHSS). In 2-3 % der Fälle ist eine Aufnahme ins Krankenhaus notwendig. Bei dem schwergradigen OHSS sind manchmal Komplikationen wie Lungenthrombembolie, Nierenversagen, akutes Lungenversagen (ARDS) und sehr selten der Tod möglich.

Ferner sind die möglichen zukünftigen Nebenwirkungen auf den Organismus und das Reproduktionssystem nach der Anwendung von Gonadotropinen noch nicht bekannt. Manche Autoren arbeiten mit der Hypothese, dass in einigen Fällen die niedrigere Implantationsrate bei Embryonen mit guter Qualität an der reduzierten Rezeptivität des Endometriums als Ergebnis des erhöhten Hormonniveaus während der Stimulation liegt. Es ist auch beunruhigend, dass bei häufigeren Stimulationen in einer weiteren Zukunft das Risiko der Bildung ovarieller oder endometrialer Karzinome und vor allem Brustkarzinom besteht. Außerdem bleibt es weiter unklar, ob die vielen Stimulationen zu vorzeitiger Ovarialinsuffizienz führen oder nicht.

Aus diesen Gründen forscht die Medizin und diskutiert über alternative Methoden von Unfruchtbarkeitsbehandlung mit den Mitteln der assistierten Reproduktion. Die in vitro Maturation (Reifung) der unreifen Eizellen (IVM) ist eine potentielle Therapie, die die oben genannten Risiken ausschließt.

IVM ist eine Methode, deren Anwendung in allen Sterilitätsfällen möglich ist und bei der die hormonelle Stimulation vermieden werden kann.

IVM kann angewendet werden bevor eine Stimulation mit Gonadotropinen durchgeführt wird, d.h. die Reihenfolge der Therapie ist: intrauterine Insemination (IUI) → in vitro Maturation (IVM) → in vitro mit Stimulation (IVF).

Vorteile der in vitro Maturation (IVM)

  • kleineres Risiko für die Patientinnen (das OHSS Risiko ist null);
  • kurzer Behandlungszeitraum;
  • niedrigere Ausgaben;
  • vom ethischen Standpunkt – in den Fällen mit männlicher Unfruchtbarkeit ist die Behandlung „gerechter“ zur Frau.

Für wen ist die IVM Behandlung geeignet

  • Frauen mit erhöhtem Risiko für ein Hyperstimulationssyndrom (OHSS);
  • Frauen, die schon ein Hyperstimulationssyndrom (OHSS) erlitten haben;
  • Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS);
  • Junge, große und magere Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS);
  • Alle Fälle, bei denen eine IVF Behandlung notwendig ist;
  • Frauen mit Karzinomen, die sofort eine Chemotherapie anfangen müssen;
  • Frauen, die unter Erkrankungen wie Systemischer Lupus Erythematodes und einigen Formen von Brustkrebs leiden, bei denen die Erhöhung der Östrogenen im Blut kontraindiziert ist.

Kinder geboren durch IVM

Die veröffentlichten Studien beweisen keinen erhöhten Prozentsatz eingeborener Fehlbildungen bei Kindern, erzeugt durch IVM, im Vergleich zu Kindern, erzeugt durch IVF oder ICSI Behandlungen.