Blastozystentransfer

Бластоцист трансфер

Was ist eine Blastozyste

Die Befruchtung der Eizelle von einem Spermium in dem menschlichen Körper erfolgt bald nach ihrer Auslösung aus dem Eierstock (Eisprung), indem durch Verschmelzung beider Geschlechtszellen eine Zygote entsteht. Sie enthält das genetische Material des Spermiums und der Eizelle. Die Zygote teilt sich progressiv und wird zu einem Embryo mit vielen Zellen. Ein Embryo bestehend aus 12-16 Zellen heißt Morula. Nach 5-6 Tagen enthält der Embryo viele Zellen und bildet eine Zystenhöhle in der Mitte. In diesem Entwicklungsstadium heißt der Embryo Blastozyste und hat die erste Differenzierung überstanden – es hat sich auf zwei verschiedene Geweben aufgeteilt, Trophektoderm und innere Zellmasse. Aus dem Trophektoderm bildet sich später die Plazenta und aus der inneren Zellmasse der Fötus. Im menschlichen Körper findet die Befruchtung in den Eileitern, in der Nähe des Eierstocks, statt. Der sich entwickelnde Embryo wandert 3-4 Tage nach dem Eisprung - er befindet sich im Morula Stadium - vom Eileiter in die Gebärmutterhöhle. Dort verbleibt er ungefähr 2 Tage und entwickelt sich in dieser Zeit zu einer Blastozyste. Die Blastozyste nistet sich dann in das Endometrium am 5.-6. Tag nach dem Eisprung ein. Dort verfügt sie über eine Durchblutung (Plazenta) und entwickelt sich zu einem Fötus.

Was ist ein Blastozystentransfer

Der Blastozystentransfer ist eine Methode, bei der die befruchteten Eizellen, die so genannten Embryonen, 120 Stunden in speziellen Nährlösungen wachsen, um eine optimale Selektion zu sichern. Das längere in vitro Wachsen ermöglicht die Selektion der Embryonen, die das beste Potenzial aufweisen, und auf der anderen Seite führt der lange Wachstumsprozess dazu, dass sich die genetisch beschädigten Embryos nicht weiter entwickeln.

Vorteile des Blastozystentransfers

Der Transfer wird etwa zu dem Zeitpunkt durchgeführt, zu dem der Embryo auch auf natürlicher Weise aus dem Eileiter in die Gebärmutter wandern würde, nämlich dann, wenn das Endometrium dem Embryo ein besseres Milieu anzubieten hat. Das Wachsen im Labor über einen längeren Zeitraum ermöglicht es diejenigen Embryonen zu selektieren, die die besten Chancen haben, sich einzunisten. Daher können weniger Embryonen transferiert werden, was das Risiko von einer Mehrlingsschwangerschaft erheblich reduziert.

Risikos des Blastozystentransfers

Leider kann diese Methode nicht bei allen angewendet werden, da eine ausreichende Zahl an Eizellen nötig ist. Das größte Risiko besteht im Aussterben der Embryonen im Labor, noch bevor sie zu Blastozysten werden. Bei einigen Paaren ist das Aussterben von allen Embryonen nicht auszuschließen und so kann kein Transfer erfolgen. Man sollte nicht vergessen, dass die künstlichen Nährlösungen in denen die Embryonen wachsen, nicht die besten Voraussetzungen sind, um ihre Entwicklung zu unterstützen.

Indikationen

Der Blastozystentransfer eignet sich eher für jüngere Frauen, die gute Aussichten bei einer in vitro Fertilisation haben. Bei vielen Embryonen mit guter Qualität kann dem Paar zu einem Blastozystentransfer geraten werden, wenn es mehrere erfolglose Versuche (ohne Einnistung) hinter sich hat.